Der Anteil der Empfänger von Arbeitslosengeld II ist bei alleinerziehenden Müttern mit 41 Prozent fast sieben Mal so hoch wie bei Müttern in Paarhaushalten. Vor allem in der Gruppe der alleinerziehenden Mütter, deren jüngstes Kind unter drei Jahre alt ist und bei den unter 35-jährigen alleinerziehenden Müttern gibt es auffällig viele Empfängerinnen von Arbeitslosengeld II.
Deutlich sind die Zusammenhänge zwischen einer fehlenden Berufsausbildung sowie zwischen der Art des Erwerbstätigenstatus und dem ALG-II-Bezug zu erkennen. Bei Alleinerziehenden mit regulärer Beschäftigung liegt die Quote lediglich bei 9 Prozent im Vergleich zu 55 Prozent bei Alleinerziehenden mit Minijobs, ABM oder 1-Euro-Jobs und 67 Prozent bei nichtarbeitenden (Daten: PASS 2006/2007, IAB, Mikrozensus 2007).
Im europäischen Vergleich zeigt sich, dass die Erwerbstätigkeit und hier insbesondere eine vollzeitnahe Erwerbstätigkeit eine zentrale Voraussetzung für eine Verbesserung der Armuts- und Einkommenssituation von Alleinerziehenden darstellt. Insbesondere in den skandinavischen Ländern liegen die Frauenerwerbstätigenquoten insgesamt deutlich über dem europäischen Durchschnitt, was mit niedrigeren Armutsgefährdungsquoten auch bei Alleinerziehenden einhergeht.