Alleinerziehende leben bevorzugt in Ballungsräumen und Großstädten, weil sie dort bessere Kinderbetreuungsmöglichkeiten und Arbeitsangebote finden. Dabei würde jeder Dritte Alleinerziehende, der in einer deutschen Großstadt lebt, lieber heute, als morgen der Stadt den Rücken kehren. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung, die von dem Immobilienportal immowelt.de in Auftrag gegeben wurde.
Dieser Studie zufolge sind mehr als ein Drittel der alleinerziehenden Mütter und Väter mit dem Großstadtleben unzufrieden, doch nur 12 Prozent planen tatsächlich einen Umzug. Doppelt so viele Alleinerziehende (24 Prozent) bleiben. Sie begründen ihre Entscheidung damit, dass auf dem Land oder in der Kleinstadt keine geeignete Schule für ihre Kinder zu finden seien (84 Prozent).
Auch vom Arbeitsmarkt auf dem Land halten Alleinerziehende anscheinend wenig. Genau die Hälfte dieser alleinerziehenden Städter wider Willen befürchtet, auf dem Land keinen Job zu finden. Und nehmen damit weiter die Hektik in Kauf, die das Stadtleben mit sich bringt. Jede(r) zehnte Alleinerziehende (12 Prozent) verlässt die Großstadt dann aber doch aus diesem Grund: sie ist ihnen zu laut und zu stressig.
Die Anziehungskraft der Großstadt wird dadurch jedoch nicht verringert. Ganz im Gegenteil: Über die Hälfte der Alleinerziehenden, die derzeit noch auf dem Land oder in Kleinstädten leben, würden wegen des besseren Arbeitsmarkts (63 Prozent), dem kürzeren Weg zur Arbeit (47 Prozent) und der größeren Auswahl an Schulen (26 Prozent) gerne in die Großstadt ziehen.