AlleinerziehendeWie überall im Bundesgebiet ist auch unter den Hartz IV Empfängern der Stadt der Anteil der Alleinerziehenden besonders hoch. Der überwiegende Anteil dieser Alleinerziehenden sind Frauen. Solingen ist jetzt ein vom Bund geförderter Modellstandort zur Erschaffung sozialer Netzwerke für Alleinerziehende geworden. „Sie haben die unterschiedlichsten Probleme: von Schulden bis hin zu Schulproblemen bei ihren Kindern“, erklärt Dr. Christiane Erbel von der Volkshochschule. Diesen Alleinerziehenden besser zu helfen, hat sich ein Netzwerk zum Ziel gesetzt, das in den vergangenen zwölf Monaten geknüpft wurde.

Solingen ist einer von bundesweit zwölf Modellstandorten, die dazu vom Bundesfamilienministerium gefördert wurden. Die Stadtverwaltung ist im Netzwerk ebenso vertreten wie zahlreiche Beratungsstellen, Wohlfahrtsverbände, Kindertagesstätten, berufliche Bildungsträger und die Arge. Nicht Neues schaffen, sondern bestehende Strukturen verzahnen: Das sei der Sinn des Netzwerks, erklärt Koordinatorin Birgit Frese. „Es geht darum, die Beratungsqualität zu verbessern“, ergänzt Jürgen Albermann, Leiter des Stadtdienstes Soziales.

So sollen Alleinerziehende, die Arbeitslosengeld II beziehen, etwa von ihrem Fallmanager bei der Arge bei Bedarf an eine Erziehungsberatungsstelle oder an eine Schuldnerberatung verwiesen werden. Albermann: „Das war bislang nicht immer sichergestellt.“ Eine Art Handbuch soll künftig dafür sorgen, dass die einzelnen Berater auch wissen, wo es weitere Hilfen gibt. Alleinerziehende können sich künftig auch im Internet informieren, wo sie Hilfe und Beratung finden: voraussichtlich ab Mai im Familienportal auf http://solingen.de oder unter http://solive.de.
Quelle: Solinger Tageblatt